Die alten und neuen Heilquellen in Bad Soden-Salmünster


Alte Salzquelle

Nicht mehr in Betrieb, auf dem Hofgrundstück des Josef Hild (Hofbauer) in der Salz; im Jahre 1788 im Auftrag des Fürstbischofs Adalbert II. von Fulda durch den Hofbaumeister Alles aus Orb freigelegt, sie war nur von Schutt bedeckt. Im Mittelalter wurde sie zur Salzgewinnung benutzt.
 

Huttenquelle

Nicht mehr in Betrieb, auf dem Hausgrundstück Villa Huttenquelle an der Badestraße. 1875 - 1880 von Baltasar Emmerich einige Meter unter der Oberfläche freigelegt. Tiefbohrung 1895: 13 m. Im Mittelalter wurde sie zur Salzgewinnung benutzt
 

Alter Salzborn (Barbarossa-Quelle)

Ehemals Trinkquelle, Brunnenschacht vor dem Schaufenster des Kaufhauses Zinner an der Badestraße, bis 1989 in Betrieb, 1831 schon erwähnt, 1837 freigelegt durch die Stadt Soden bis zu einer Tiefe von 6 m (20 Fuß). Im Mittelalter wurde sie zur Salzgewinnung benutzt. 
Namensgebung durch Emrnerich, ca. 1880, nach Kaiser Friedrich I. Barbarossa.
 

Otto-Quelle

Ehemals Trinkquelle, Brunnenschacht vor dem alten Kurhaus an der Badestraße, bis 1989 in Betrieb. Um 1880 von B. Emmerich in einer Tiefe von 6,50 m aufgefunden. Nach Emmerichs Sohn Otto benannt.
 

Sprudel l

Vor der Villa Luise an der Badestraße. Erste Tiefbohrung in Soden. Am 1. Mai 1895 wurde sie fündig. Bei 114 m brach der Bohrer ab. Sprudel konnte deshalb nur mittels einer Pumpe entnommen werden. Mit Unterbrechung war er bis zum Jahre 1955 in Betrieb; neugestaltet 1991.
 

Alter Badesprudel - Sprudel II

Der Sprudel II ist nicht mehr in Betrieb. Er befindet sich neben dem neuen Geschäftshaus Zinner am Ufer der Salz. Um 1880 von Emmerich in einer Tiefe von 6 m freigelegt. Um das Jahr 1896 durch eine Tiefbohrung auf 40 m gebracht.
 

Rolandquelle

Tafelwasserquelle an der Salz, am Weg nach dem Ortsteil Wahlert gelegen. Sie war als quelle schon von jeher bekannt und wurde 1887 mit einem eisernen Zylinder bis 4 m tief von Emmerich -und Vitriarius gefaßt. Im Jahre 1955 wurde sie auf 13.50 m Tiefe gebohrt. Vorübergehend als Tafelwasser vertrieben.
 

Pacificus-Sprudel

Badesprudel der Rehaklinik St. Marien am Stolzenberg. Am 7.8.1907 durch den 1. Pfarrer von Soden, Pacificus Schulz, erbohrt. (406 m tief).
 

Karl-Roth-Quelle

Trinkquelle der Rehaklinik St. Marien am Stolzenberg. Am 28.10.1909 in einer Tiefe von 45 m erbohrt, benannt nach dem Quellenchemiker Dr. Karl Roth. Ehrenbürger der Stadt Bad Soden.
 

König-Heinrich-Sprudel

Badesprudel vor dem städtischen Kurmittelhaus. Am 25.9.1928 durch die Stadt Bad Soden in einer Tiefe von 540 m erbohrt. Nach dem damaligen Bürgermeister Gerhard Radke benannt. Am 25.8.1936 anläßlich des 1000jährigen Todestages des großen Volkskönigs Heinrich I. der Vogler (919 - 936) wurde der Sprudel in König-Heinrich-Sprudel umbenannt.
 

Neuer Trinksprudel

In der unteren Au, unterhalb der Badestraße, in Richtung Schwimmbad im Jahre 1971 von der Stadt Bad Soden - Städtische Kurverwaltung - in einer Tiefe von 122 m erbohrt.
 

Neuer Badesprudel ( Fritz Hamm - Sprudel )

In der unteren Au, in der Nähe des Schwimmbades in 1971/72 von der Stadt Bad Soden - Städtische Kurverwaltung - in einer Tiefe von 497 m erbohrt.

- Auszüge aus dem Stadtarchiv von Gerhard Stock -


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